Lebenslaufwerk

AnleitungWie schreibt man einen Lebenslauf? In sieben Schritten

Was in einen Lebenslauf gehört, in welcher Reihenfolge und wie die Stichpunkte klingen sollen. Mit Beispielen zu jedem Schritt und einer Checkliste am Ende.

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Gleich ausprobieren: Der Editor führt dich durch dieselben Schritte wie diese Anleitung. Layout und Seitenumbruch übernimmt er.

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Was gehört in einen Lebenslauf?

Ein Lebenslauf in Deutschland besteht aus sechs festen Bausteinen. Die Reihenfolge ist üblich, aber nicht vorgeschrieben:

AbschnittInhaltPflicht?
Persönliche DatenName, Adresse, Telefon, E-Mailja
Kurzprofilzwei bis drei Sätze, wer du beruflich bistempfohlen
BerufserfahrungStellen mit Zeitraum, Firma, Ort, Stichpunktenja, sofern vorhanden
AusbildungStudium, Ausbildung, Schulabschlussja
Kenntnisse und SprachenSoftware, Fachwissen, Sprachniveauja
Interessenzwei bis vier konkrete Hobbysfreiwillig
Ort, Datum, Unterschriftam Ende des Dokumentsüblich

Schritt 1: Sammle zuerst alle Stationen

Bevor du an Gestaltung denkst, schreib alles auf, was du seit der Schule gemacht hast: Jobs, Ausbildung, Studium, Praktika, Weiterbildungen, längere Pausen. Zu jeder Station brauchst du Monat und Jahr von Beginn und Ende. Arbeitsverträge, Zeugnisse und der Rentenversicherungsverlauf helfen, wenn du dich nicht mehr erinnerst.

Schritt 2: Persönliche Daten in den Kopf

Oben stehen dein Name groß, darunter Adresse, Telefonnummer und E-Mail. Ein Link zu LinkedIn oder einem Portfolio passt, wenn er gepflegt ist. Geburtsdatum, Geburtsort und Foto sind seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz freiwillig. Familienstand, Konfession und Namen der Eltern lässt du weg.

Schritt 3: Ein Kurzprofil, das zur Stelle passt

Zwei bis drei Sätze direkt unter dem Kopf: Was bist du, was kannst du besonders gut, was suchst du? Beispiel:

  • „Steuerfachangestellte mit sieben Jahren Erfahrung in Jahresabschlüssen für Handwerksbetriebe. Ich arbeite sicher mit DATEV und suche eine Kanzlei mit Schwerpunkt Lohnbuchhaltung.“

Vermeide Eigenschaften ohne Beleg wie „teamfähig, belastbar, motiviert“. Die stehen in fast jedem Lebenslauf und werden überlesen.

Schritt 4: Berufserfahrung mit Ergebnissen

Pro Stelle eine Zeile mit Zeitraum, Jobtitel, Firma und Ort, darunter zwei bis vier Stichpunkte. Beginne jeden Stichpunkt mit einem Verb und nenne, wenn möglich, eine Zahl:

  • schwach: „Zuständig für Social Media“
  • besser: „Instagram-Kanal aufgebaut, in 18 Monaten von 800 auf 12.000 Follower“
  • schwach: „Mitarbeit im Lager“
  • besser: „Wareneingang für 3 Filialen geprüft, Fehllieferungen dokumentiert und reklamiert“

Schritt 5: Ausbildung und Schule

Höchster Abschluss oben. Bei einem Studium nennst du Fach, Hochschule, Abschluss und Note, bei einer Ausbildung den Beruf und den Betrieb. Wer schon einen Berufsabschluss hat, braucht die Grundschule nicht mehr. Bist du noch in der Schule oder frisch fertig, kommt dieser Abschnitt vor die Berufserfahrung.

Schritt 6: Kenntnisse, Sprachen, Interessen

Programme und Fachwissen mit Einsatzgebiet, Sprachen mit Niveau nach dem europäischen Referenzrahmen (A1 bis C2). Wie du das genau formulierst, zeigt der Ratgeber Kenntnisse im Lebenslauf. Interessen sind freiwillig. Sie lohnen sich, wenn sie etwas über dich erzählen, zum Beispiel ein Ehrenamt oder ein Mannschaftssport.

Schritt 7: Abschluss und Format

Ans Ende gehören Ort, Datum und deine Unterschrift. Speichere den Lebenslauf als PDF, damit nichts verrutscht, und gib der Datei deinen Namen. Wie die digitale Unterschrift funktioniert, steht unter Lebenslauf unterschreiben.

Die häufigsten Fehler

  • Lücken ohne Erklärung, obwohl eine Zeile gereicht hätte
  • Jahreszahlen ohne Monat
  • Drei Seiten für fünf Jahre Berufserfahrung
  • Selbst erstellte Balken für Kenntnisse ohne Erklärung, was „vier von fünf“ bedeutet
  • Word-Datei statt PDF, bei der sich beim Öffnen das Layout verschiebt

Checkliste

  1. Kontaktdaten aktuell und vollständig
  2. Kurzprofil auf die Stelle angepasst
  3. Alle Stationen rückwärts chronologisch, mit Monat und Jahr
  4. Stichpunkte mit Verb und, wo möglich, Zahl
  5. Sprachen mit Niveau
  6. Höchstens zwei Seiten
  7. Ort, Datum, Unterschrift
  8. PDF mit deinem Namen im Dateinamen

Fertige Muster für verschiedene Berufe findest du unter Lebenslauf-Beispiele. Was sich in den letzten Jahren verändert hat, steht im Ratgeber Lebenslauf 2026.

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Häufige Fragen

Was gehört in einen Lebenslauf?

Persönliche Daten mit Kontakt, Berufserfahrung, Ausbildung und Schule, Kenntnisse und Sprachen, auf Wunsch Interessen. Bei deutschen Bewerbungen am Ende Ort, Datum und Unterschrift. Foto und Geburtsdatum sind freiwillig.

Was gehört nicht in einen Lebenslauf?

Religion, Parteizugehörigkeit, Gesundheitsdaten, Gehalt, Kündigungsgründe, Namen und Berufe der Eltern sowie Einzelnoten aus der Schule. Auch Hobbys, die nichts über dich aussagen, kannst du weglassen.

Schreibt man den Lebenslauf in ganzen Sätzen?

Nein. Der übliche Lebenslauf ist tabellarisch und in Stichpunkten. Nur das Kurzprofil oben besteht aus zwei bis drei kurzen Sätzen. Ein ausformulierter Lebenslauf wird nur noch selten verlangt, etwa in manchen Behörden oder Stipendien.

In welcher Reihenfolge stehen die Stationen?

Rückwärts chronologisch: Die neueste Station steht oben. So sieht man sofort, was du zurzeit machst. Innerhalb eines Abschnitts sortierst du immer nach Datum, nie nach Wichtigkeit.

Wie lange brauche ich für einen Lebenslauf?

Mit einem Editor, der Layout und Abstände übernimmt, etwa 30 bis 60 Minuten. Am längsten dauert es, gute Stichpunkte für die Stationen zu finden. Plane danach Zeit ein, den Lebenslauf für jede Stelle anzupassen.

Muss ich den Lebenslauf für jede Bewerbung ändern?

Zumindest das Kurzprofil und die Reihenfolge der Stichpunkte. Was zur Stelle passt, gehört nach oben. Den Grundaufbau behältst du.

Für Schüler, Ausbildung oder Ausland: der passende Lebenslauf