Lebenslaufwerk

Kenntnisse im LebenslaufKenntnisse im Lebenslauf: Sprachen, EDV und Fähigkeiten

Der Kenntnisse-Abschnitt ist der Teil, den Personalverantwortliche und Bewerbersoftware gezielt durchsuchen. Mit Niveau und Einsatzgebiet wird aus einer Liste ein Argument.

  1. 1Angaben eintragenFeld für Feld, mit Beispielen
  2. 2Design wählensechs Designs, sieben Farben
  3. 3PDF ladenA4, sofort druckfertig

Gleich ausprobieren: Im Schritt „Kenntnisse“ wählst du für jede Fähigkeit eine Stufe und für jede Sprache ein Niveau von A1 bis C2.

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Drei Arten von Kenntnissen

Im Lebenslauf unterscheidet man üblicherweise zwischen Sprachkenntnissen, EDV-Kenntnissen und fachlichen Fähigkeiten wie Führerschein, Zertifikaten oder Methoden. Bei wenigen Angaben reicht ein gemeinsamer Abschnitt „Kenntnisse“. Bei vielen Angaben lohnt sich die Aufteilung, damit man schnell findet, was man sucht.

Sprachkenntnisse im Lebenslauf

Der Standard ist der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (GER). Er hat sechs Stufen und wird in ganz Europa verstanden:

StufeIm LebenslaufDas kannst du
A1Anfängereinfache Sätze, sich vorstellen
A2GrundkenntnisseAlltagsgespräche, kurze Nachrichten
B1gutGespräche über bekannte Themen, einfache E-Mails im Job
B2sehr gutsicher im Berufsalltag, Telefonate, Fachtexte lesen
C1fließendVerhandlungen, Präsentationen, komplexe Texte
C2verhandlungssichernahezu wie Muttersprache

Beispiel: „Deutsch: Muttersprache · Englisch: C1 (Cambridge Advanced, 2023) · Spanisch: A2“. Wenn du die Stufe nicht kennst, schätze ehrlich und eher eine Stufe niedriger. Im Gespräch kann jemand plötzlich auf Englisch weiterreden.

Schulenglisch nach dem Abitur liegt meist bei B1 bis B2. Nach einem Auslandssemester oder Jahren im englischsprachigen Job ist C1 realistisch.

EDV-Kenntnisse im Lebenslauf

„MS Office“ steht in fast jedem Lebenslauf und sagt deshalb fast nichts. Werde konkret:

UngenauKonkret
MS OfficeExcel (Pivot-Tabellen, SVERWEIS), Word (Serienbriefe), PowerPoint
SAPSAP S/4HANA MM: Bestellungen, Wareneingang, Lieferantenstamm
BuchhaltungssoftwareDATEV Kanzlei-Rechnungswesen, Lohn mit DATEV LODAS
ProgrammierenPython (Datenauswertung mit pandas), SQL
GrafikFigma, Adobe InDesign für Broschüren

Für die Stufen kannst du Worte nehmen: Grundkenntnisse, gut, sehr gut, Experte. Der Editor zeigt die gewählte Stufe als Wort oder dezente Markierung, je nach Design.

Fähigkeiten und Fachkenntnisse

Dazu gehört alles, was du nachweisen kannst und was weder Sprache noch Software ist:

  • Führerscheine: „Führerschein Klasse B, C1E“
  • Scheine und Zertifikate: Staplerschein, Ersthelfer, Hygieneschulung, Scrum Master
  • Methoden: Lean Management, Projektmanagement nach PRINCE2, Gesprächsführung
  • Fachwissen: Arbeitsrecht, Medizinprodukterecht, Gefahrgut nach ADR

Soft Skills: zeigen statt behaupten

„Teamfähigkeit“ und „Kommunikationsstärke“ als Liste überliest jeder. Schreib die Situation, in der du die Eigenschaft gebraucht hast, in die Berufserfahrung:

  • statt „belastbar“: „Kasse im Weihnachtsgeschäft mit bis zu 600 Kunden pro Schicht“
  • statt „kommunikativ“: „Ansprechpartnerin für 30 Mieterinnen und Mieter bei Reparaturen“
  • statt „organisiert“: „Schichtplan für 14 Aushilfen erstellt“

Typische Fehler

  • Sprachniveau übertrieben, etwa C1 bei Schulfranzösisch von vor zehn Jahren
  • Veraltete Software, etwa Windows XP oder Programme, die es nicht mehr gibt
  • Selbstverständliches wie „Internetrecherche“ oder „E-Mail“
  • Prozentangaben wie „Excel 85 %“
  • Begriffe anders geschrieben als in der Stellenanzeige, dann findet die Suche im Bewerbersystem sie nicht, siehe ATS-Lebenslauf

Checkliste

  • Jede Sprache mit GER-Stufe
  • Software mit Funktion oder Einsatzgebiet
  • Führerschein und Zertifikate genannt
  • Wichtigste Kenntnis für die Stelle zuerst
  • Keine Soft-Skill-Liste ohne Beleg

Persönliche Interessen kommen in einen eigenen Abschnitt, siehe Hobbys im Lebenslauf. Für englische Bewerbungen findest du die Übersetzungen der Niveaus unter Lebenslauf auf Englisch.

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Häufige Fragen

Wie gebe ich Sprachkenntnisse im Lebenslauf an?

Mit der Sprache und dem Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen, also A1 bis C2, gern mit einem Wort dazu: „Englisch C1 – fließend“. Muttersprachen schreibst du als „Muttersprache“. Zertifikate wie TOEFL oder DELF nennst du mit Ergebnis.

Was ist der Unterschied zwischen B2 und C1?

Mit B2 kannst du dich im Beruf sicher unterhalten, E-Mails schreiben und Fachtexte verstehen. Mit C1 sprichst du fließend und spontan, auch in Verhandlungen und Präsentationen, und schreibst komplexe Texte. Für viele Bürojobs mit Englisch reicht B2.

Was gehört zu EDV-Kenntnissen?

Alle Programme und Systeme, die du im Beruf nutzt: Office-Programme mit konkreten Funktionen, Branchensoftware wie SAP oder DATEV, Warenwirtschaft, Kassensysteme, CAD, Programmiersprachen, Grafikprogramme. „Internet“ oder „E-Mail“ musst du nicht erwähnen.

Soll ich Kenntnisse mit Balken oder Sternen darstellen?

Lieber nicht ohne Erklärung. Drei von fünf Sternen kann jeder anders verstehen, und Bewerbersoftware liest Grafiken nicht. Besser sind Worte wie „Grundkenntnisse“, „gut“, „sehr gut“ oder konkrete Beispiele.

Gehören Soft Skills in den Lebenslauf?

Nicht als Liste. „Teamfähig, kommunikativ, belastbar“ glaubt niemand ohne Beleg. Zeig Soft Skills in den Stichpunkten: „Team von 5 Aushilfen eingeteilt“ beweist Organisationstalent.

Wie viele Kenntnisse sind sinnvoll?

Fünf bis zehn, die für die Stelle wichtig sind. Was in der Stellenanzeige steht und auf dich zutrifft, gehört nach oben.

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